Von Krisenstimmung nicht die Spur
MAINZ. Die 36. VDP-Weinbörse in Mainz ist zu Ende gegangen - “mit großem Erfolg”, wie es in einer Pressemitteilung des Verbands deutscher Prädikatsweingüter heißt. 3000 Besucher hätten an zwei Tagen rund 1200 VDP-Weine verkostet. Die Besucheranzahl sei dabei “auf dem Niveau des Vorjahres” geblieben. VDP-Präsident Steffen Christmann: „Von Krisenstimmung ist nichts zu spüren. Wir erhalten immer mehr Zuspruch für unsere Spitzenweine – auch aus dem Ausland. Wir konnten in diesem Jahr allein 260 internationale Gäste aus 28 Ländern begrüßen.“
Bereits die Eröffnung der VDP-Weinbörse am Sonntagvormittag, die traditionsgemäß unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Hendrik Hering steht, habe großen Zuspruch erfahren. Neben der Rede des Deutschen Weinbaupräsidenten Norbert Weber, der über die bevorstehende EU-Weinmarkreform und deren Auswirkungen auf die deutsche Weinbranche sprach, verlieh der VDP-Präsident Christmann die Trophy “Herkunft Deutschland” an den Briten Freddy Price. Diesen Preis verleiht der VDP an herausragende Publizisten, die sich durch ihre Arbeit um den deutschen Wein verdient gemacht haben. Freddy Price, ein Riesling-Urgestein, der einen erheblichen Beitrag zur weltweiten Riesling Renaissance leistete, war hocherfreut über diese Ehre. „It never entered my head that I might be awarded the VDP Herkunft Deutschland medal. This is a great honour: I shall treasure it and continue forever to talk and write about, and drink, German wines, especially those with the VDP logo”, so Price in seiner Dankesrede.
Anlässlich des 350-jährigen Silvaner-Jubiläums wurde an beiden Messetagen eine internationale Silvaner-Verkostung in deutscher und englischer Sprache angeboten. Prof. Dr. Gian-Luca Mazzella, Dokumentarfilmer und Journalist aus Italien, hatte die Probe von 26 Silvaner-Weinen zusammengestellt und moderierte die Verkostung gemeinsam mit dem Weinjournalist Stephan Reinhard. „Diese Verkostung hat uns gezeigt, der Silvaner zu unrecht so lange im Schatten des Rieslings gestanden hat. Wir haben außergewöhnliche Weine verkosten dürfen“, habe ein Besucher der Silvaner-Verkostung gersagt, wie der VDP schreibt.
